Was tun, wenn die Energiereserven auf fast allen Ebenen erschöpft sind? An dieser Stelle finden Sie einige Tipps, die sowohl als erste Hilfe – Maßnahmen dienen, als auch präventiv dafür sorgen können, dass Sie ihre Energie erhalten:
Energiequellen für die Körper:
Das oberste Prinzip ist Wärme: Gönnen
Sie sich regelmäßig ein warmes Bad oder einen Saunabesuch!
Lichttherapie: Gehen Sie so oft wie möglich
spazieren, fahren Sie auf den nächsten Berggipfel, buchen
Sie, wenn möglich, einen Kurzurlaub in der Sonne. Kontakt
mit der Natur, frische Luft und viel Tageslicht unterbrechen
nachgewiesenermaßen den Kreislauf negativer Gedanken.
Richtig frühstücken: Morgens Tee
(Kräuter oder Früchte) trinken und warm essen. Kochen
Sie sich einen Milchreis oder einen Brei aus Dinkelgrieß
(je nach Geschmack mit Rosinen, Zimt und Walnüssen) und
süßen Sie ihn mit Honig oder Ahornsirup. Wer lieber
salzig beginnt, kocht sich eine Suppe (besonders gut: Kraftsuppe
mit Huhn und Gemüse oder Linsensuppe) Schon nach einer
Woche werden Sie spüren, wie Ihre Energietanks sich wieder
auffüllen
Appetit holen: Wenn Ihnen der Stress den
Magen zuschnürt, müssen Sie sich das Gefühl
für den Körper gezielt zurückholen: Gehen Sie
auf einen Markt, genießen Sie die Farben und Gerüche
dort und kaufen Sie bewusst einige Zutaten, die Sie wirklich
ansprechen. Sorgen Sie für wenigstens eine entspannte
Mahlzeit am Tag.
Bewegung: Beginnen Sie mit leichten Bewegungsformen
wie Spazieren, Radfahren oder laufen, bei denen ihr Puls nicht
über 140 gehen sollte! Wichtig: kein Leistungs- und Überforderungsprogramm,
das kostet mehr als es bringt.! Jedes 3. Mal können Sie
ihre Strecke um ca. 10% steigern.
Reinigung: Chronische Stressbelastung führt
häufig dazu, zu wenig Wasser und zuviel Kaffee und Schwarztee
bzw. Alkohol zu sich zu nehmen. Wenn Sie dies nicht ganz vermeiden
können, sorgen Sie dafür, jedes Mal wenigstens die
1,5 fache Menge Wasser dazu zu trinken!
Atem: die leichteste Form der Energiearbeit!
Im Stress neigen fast alle Menschen dazu, flach zu atmen und
den Brustraum durch Anspannung eng zu halten. Das Gegenmittel:
legen Sie sich flach auf den Boden. Atmen Sie dann voll in
den Bauch, bis er sich hebt, dann in die Brust. Langsam wieder
ausatmen- Pause. Machen Sie das jedes Mal für 2 Minuten,
wenn Sie ein Energietief kommen spüren.
Entspannungstechniken: Wenn Sie bereits irgend
eine Technik beherrschen, verordnen Sie sich regelmäßige
Übungszeiten. Ansonsten empfiehlt es sich, eine einfache
Form der Entspannung zu lernen (z.B. Progressive Muskelentspannung,
Autogenes Training, Yoga ect.)
Energiequellen für die Seele:
Ressourcen mobilisieren: Welche Bedürfnisse
haben Sie in letzter Zeit vernachlässigt? Was hat Ihnen
früher Freude gemacht? Was tut Ihnen gut? Was war die
Lieblingsmusik, ein Buch, dass Sie berührt hat? Welche
kreativen Ausdrucksmöglichkeiten gab es? Was davon ließe
sich am leichtesten wieder aktivieren? Reservieren Sie dafür
Zeit.
Kreisläufe unterbrechen: Schreiben Sie
sich die Gedanken auf, wenn Sie der Grübelzwang befällt.
(häufig sind dies Sätze wie: „Es liegt nur
an mir“; „Ich schaffe das nicht“; „das
ist noch nicht gut genug“) Notieren Sie dann Sätze,
die Sie stärken. („ Ich erledige diese Aufgabe,
so gut ich kann“, „ich werde es schaffen wie andere
vor mir“; „Ich kann um Unterstützung bitten“;
„ Es ist genug“)
Tagträumen: Erlaubt und erwünscht
sind alle Erinnerung an gute Zeiten und Erlebnisse. Gehen
Sie in Ihrer Fantasie an Orte, in Situationen und zu Menschen,
die für Sie angenehm und stärkend sind.
Psychohygiene: Seien Sie achtungsvoll mit
sich selbst. Schauen Sie sich genau an, welche Situationen
oder Menschen Sie hinunter ziehen. Meiden Sie Energiefresser
jeglicher Art, auch wenn sie dadurch (vermeintliche) Freunde
brüskieren. Umgeben Sie sich mit Menschen und Dingen,
die Sie mit Leichtigkeit, Freude und Spaß assoziieren.
Auf dem Weg zum eigenen Original: „Burnout
ensteht, wenn wir nicht in den eigenen Schuhen gehen“.
Nehmen Sie sich Zeit für den inneren Dialog und setzen
Sie sich Prioritäten: Was ist mir wirklich wichtig? Was
entspricht mir? Meinen Werten? Welche Aktivitäten oder
Interessen will ich vertiefen? Welche Rollen will ich einnehmen,
welche nicht?
Neuorientierung: Fantasieren Sie vor sich
hin: Worauf möchten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Pensionierung
zurückblicken? Was möchten Sie von sich selbst denken?
Was sollen andere über Sie denken? Welche Weichenstellungen
sind jetzt wichtig, um dorthin zu gelangen? Gehen Sie in kleinen
Schritten vor. Lieber ein kleines Ziel erreichen, als einem
großen hinterherlaufen.
Und schließlich: Suchen Sie sich aus all den Anregungen
1-3 Punkte, um zu beginnen nach der Überlegung:
Wo lässt sich mit dem besten Aufwand/Nutzen –
Verhältnis vor allem ein Stück Autonomie
– also Freiheit für sich selbst wieder gewinnen
(nach dem alten Sinnspruch: Das Leben beginnt vor dem Tod!)